Die Pattsituation zwischen iPhone, Android, iCloud und Google Fotos
Fotos in der Familie zu teilen scheitert aus einem banalen Grund: Die Fotos aller leben in dem Ökosystem, aus dem ihr Handy stammt, und jedes dieser Ökosysteme teilt wunderbar mit sich selbst und unbeholfen mit allen anderen.
Ein Link gehört zu keinem Ökosystem. Er ist eine Webseite. Das ist eine kleinere Idee als ein geteiltes Album, und genau deshalb funktioniert es in einer Familie mit vier verschiedenen Handytypen.
- Ein iCloud-Fotofreigabealbum ist für die iPhone-Hälfte deiner Familie mühelos und für die Android-Hälfte zweite Wahl — sie bekommen eine Web-Ansicht, und Beitreten oder Beitragen ist damit etwas ganz anderes.
- Ein geteiltes Google-Fotos-Album verlangt für alles Nützliche ein Google-Konto – eine Mauer für den Verwandten, der eine E-Mail-Adresse seines Internetanbieters hat und sich noch nie irgendwo angemeldet hat.
- Beides gleichzeitig zu pflegen bedeutet, für immer zwei Alben zu unterhalten, und die beiden laufen schon nach einem Monat auseinander.
- Und jeder dieser Wege verlangt irgendwann, eine App zu installieren oder eine Einladung anzunehmen – genau die zwei Schritte, an denen die am wenigsten technikaffinen Verwandten aussteigen.
Genau diese Neutralität ist der Grund, warum man es nutzt, um jedes Bild in einen Link zu verwandeln für Leute, über die man nichts voraussetzen kann.